Mobilität bedeutet Freiheit. Doch im Wittlager Land und in unserer Gemeinde Ostercappeln fühlen sich viele ohne eigenes Auto oft ausgebremst. Wenn wir über die Verkehrswende sprechen, geht es nicht um Verbote, sondern um echte Alternativen, die funktionieren – egal ob man in Schwagstorf, Venne oder Ostercappeln wohnt.
Das Ziel: Ein Mobilitätsnetz, das unsere Kommunen bedarfsgerecht verbindet.
Der öffentliche Nahverkehr darf kein „Notnagel“ sein, sondern muss zur echten Komfort-Option werden. Wir brauchen keine Busse, die jede Milchkanne anfahren und doppelt so lange brauchen wie das Auto. Die Linie S20 hat im Rahmen des Förderprojekts Moin+gezeigt, wie wertvoll eine schnelle Busverbindung ist. Nach dem Auslaufen des Projektes und der dadurch bedingten Reduzierung des Angebotes wurde deutlich, wie viele Menschen sich einen verlässlichen 30-Minuten-Takt der Schnellbus-Linien wünschen – auch in den Abendstunden und am Wochenende. Dazu muss aber die Finanzierung sichergestellt sein – auch unter Beteiligung der Kommune.
Das Fahrrad ist im Wittlager Land das ideale Verkehrsmittel für kurze und mittlere Strecken – wenn man sich auf den Wegen sicher fühlt. Aktuell enden Radwege oft im Nichts oder sind in schlechtem Zustand. Wir brauchen aber komfortable Verbindungen, auf denen Pendler mit dem E-Bike zügig und ohne ständiges „Stop-and-Go“ zur Arbeit kommen. Und wir brauchen Sicherheit – für alle Radfahrer, aber insbesondere für unsere Schulweg-Strecken: mit besserer Beleuchtung, übersichtlichen Kreuzungen und Tempo-30-Zonen überall wo es sinnvoll und möglich ist, z.B. auf der Bremer Strasse.
Mobilität ist vernetzt: Zug, Auto, Bus, Rad und Fußwege müssen sinnvoll ineinandergreifen und gleichwertig nebeneinander stehen – jedes Verkehrsmittel hat seine Berechtigung. Um die unterschiedlichen Transportmittel besser zu miteinander zu verbinden, müssen zentrale Knotenpunkte mit Parkmöglichkeiten, Car-Sharing-Angeboten und gesicherten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden.
