Das Gesundheitswesen steht vor großen Herausforderungen: Fachkräftemangel in nahezu allen Professionen, Investitionsstau, zunehmende Bedarfe, steigende Kosten und vieles mehr belasten es immer mehr und gefährden die Versorgung der Bevölkerung.
Ein gutes Leben bei uns im Wittlager Land entscheidet sich an einer zentralen Frage: Wie sicher sind wir medizinisch und pflegerisch versorgt, wenn es darauf ankommt? Ich setze ich mich dafür ein, dass Gesundheit kein Privileg der Großstadt wird.
Die Herausforderung: Kurze Wege statt leerer Versprechen
Wir spüren es in Ostercappeln, Bohmte und Bad Essen gleichermaßen: Der Fachkräftemangel und der Rückzug medizinischer Infrastruktur – wie die schmerzhafte Veränderung unserer Krankenhauslandschaft – verunsichern viele. Besonders im ländlichen Raum brauchen wir eine Versorgung, die nah bei den Menschen bleibt.
Kein Krankenhaus – kein Problem ?!
Statt auf starre Sektoren zwischen Praxis und Klinik zu setzen, brauchen wir in Ostercappeln und für das Wittlager Land weit mehr als ein Krankenhaus oder eine weitere Arztpraxis. Wir brauchen ein Versorgungszentrum, das unter einem Dach medizinische Behandlung, Pflegeberatung, Prävention und soziale Dienste bündelt. Hier arbeiten nicht nur Ärztinnen und Ärzte, sondern ein multiprofessionelles Team. Es ist ein Ort der kurzen Wege – ergänzt durch Cafés oder Bürgerservices, um unseren Ortskern lebendig zu halten.
Neue Professionen für eine sichere Versorgung
Um die Qualität zu steigern sollten wir das volle Potenzial moderner Gesundheitsberufe nutzen, z.B. durch den Einsatz von Community Health Nurses (CHN), die als akademisierte Pflegeexpertinnen die Brücke wischen Medizin und Alltag bilden. Sie besuchen Patientinnen zu Hause, koordinieren die Versorgung bei chronischen Krankheiten und erkennen Probleme, bevor sie zum Notfall werden. Oder durch Physician Assistants (PA), die Ärzte nicht nur direkt bei Diagnostik und Therapie unterstützen, sondern auch eigene Sprechstunden abhalten können – dank Telemedizin immer mit dem Mediziner im Hintergrund. Oder Gemeindenotfallsanitäter: Sie sind das Sicherheitsnetz in der Fläche. Bei Notrufen, die keine akute Lebensgefahr darstellen, leisten sie vor Ort kompetente Hilfe und entscheiden, ob ein Transport ins Krankenhaus wirklich nötig ist. Das entlastet unser Rettungsdienste und schont die Ressourcen.
